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Forschungskooperation im Alpenraum

Bayern, Südtirol und Österreich fördern gemeinsam grenzüberschreitende Forschungsprojekte zu Agro-Innovation und Klimawandelanpassung. Für die Umsetzung stehen insgesamt 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Ziel ist es, praxisorientierte Forschung für eine nachhaltige Land-, Forst- und Wasserwirtschaft in den beteiligten Regionen zu ermöglichen. Im Rahmen einer gemeinsamen Ausschreibung wurden drei Vorhaben ausgewählt, die 2026 starten und durch ihre hohe Praxisnähe sowie die Kooperation von Forschungseinrichtungen aus mindestens zwei Regionen überzeugen.

Im Mittelpunkt der Ausschreibung stehen die zentralen Forschungsthemen zirkuläre Bioökonomie und klimafitte Landwirtschaft. Unter anderem sollen Potenziale der Bioökonomie entlang regionaler Wertschöpfungsketten erschlossen und gemeinsam Lösungen für vergleichbare Herausforderungen in der Land- und Forstwirtschaft entwickelt werden. Ähnliche agrarische Rahmenbedingungen in den drei Alpenregionen schaffen dafür eine solide Basis für gemeinsame Forschungsansätze und den Transfer von Wissen in die Praxis.

Mit den grenzüberschreitenden Projekten bündeln wir unsere Kräfte in der Forschung für eine zukunftsfähige Land- und Forstwirtschaft. Gemeinsam können wir gezielt und praxisnah Themen wie Klimawandel, Versorgungssicherheit oder Kreislaufwirtschaft beforschen und so einen wichtigen Beitrag zu einer positiven ökologischen und ökonomischen Entwicklung in den drei Regionen leisten. Bundesminister Norbert Totschnig

Die Projekte

Das Projekt HirseBohne untersucht Trockenbohnen und Sorghumhirse als neue Kulturen für eine klimafitte Landwirtschaft und Kreislauf-Bioökonomie. Ziel ist es, angepasste Sorten zu entwickeln und deren Anbau, Verarbeitung und Nutzung in alpinen Regionen zu stärken. Das Projekt startet im Jänner 2026.

Das Projekt KOMY widmet sich der Verwertung von Apfeltrester durch zirkuläre Strategien zur Entwicklung hochwertiger Produkte und Nebenprodukte. Apfeltrester und dessen Fermentationsnebenprodukte werden dabei als wertvolle Ressourcen betrachtet und als Grundlage für neue Ansätze der Kreislaufwirtschaft in der Agrar- und Lebensmittelindustrie genutzt. Das Projekt startet im März 2026.

Das Projekt CAP-AB analysiert die Produktivität landwirtschaftlicher Betriebe unter Berücksichtigung von Umweltindikatoren sowie Kreislauf- und Bioökonomiepraktiken im Rahmen des EU-Datennetzes für die Nachhaltigkeit landwirtschaftlicher Betriebe (FSDN). Auch dieses Projekt startet im März 2026.

Die Projekte stärken die Vernetzung der Forschungseinrichtungen in den drei Regionen und sollen Impulse für Innovationen im Agrar- und Lebensmittelsektor liefern. Die Ergebnisse sollen einen nachhaltigen Beitrag für die land- und forstwirtschaftliche Praxis leisten.

Weitere Informationen zu den Projekten und deren Ergebnisse werden auf der DaFNE-Forschungsplattform veröffentlicht. Zusätzliche Informationen zu zu den beteiligten Organisationen finden sich auf der Website des BMLUK.