The Bioeconomy:
circular by nature

Alpbach Forum 2015: Ergebnisse der Breakout Session: Bioeconomy in Action

Bioeconomy in Action: Nationale Bioökonomie-Strategien im Vergleich

 

Treibhausgasemissionen, die wachsende Weltbevölkerung und ihre Versorgung mit Nahrung, Umweltverschmutzung, der Klimawandel sowie die fortschreitende Ressourcenkonkurrenz stellen die größten Herausforderungen der internationalen Gemeinschaft und der fossil-basierten Weltwirtschaft dar. Biogene, erneuerbare Rohstoffe werden eine Schlüsselrolle dabei einnehmen, eine kohlenstoffarme, ressourceneffiziente Gesellschaft und eine saubere Wirtschaft zu realisieren. Aus diesem Grund bündeln weltweit Industrien wie die chemische, biopharmazeutische, die forst- und agrarwirtschaftliche sowie die Energieindustrie gemeinsam mit Wissenschaftlern und dem öffentlichen Sektor ihre Kräfte, um die nachhaltige, globale Bioökonomie in die Realität umzusetzen.

 

Daher organisierte die Initiative “Bioeconomy Austria”, die von BIOS Science Austria und der ÖVAF ins Leben gerufen wurde, eine internationale Breakout Session im Rahmen des Europäischen Forum Alpbach und lud führende Experten aus Österreich (Martin Gerzabek), Finnland, (Jussi Manninen), Deutschland (Ulrich Schurr), Indien (Sanjay Kumar), Italien (Sara Savastano) und USA (Mary Maxon) ein. Die verschiedenen nationalen Ansätze wurden diskutiert, um mögliche Entwicklungspfade für eine österreichische Bioökonomie-Strategie abzuleiten.

 

Hauptaussagen:

  • Eine enge Kooperation der relevanten Ministerien ist eine Conditio sine qua non.
  • Empfohlen wurde die Erstellung einer umfassenden und abgestimmten Strategie zwischen den Ministerien aber auch in Übereinstimmung mit der betreffenden EU Strategie. Zusätzlich wird die Bildung eines unterstützend wirkenden Experten-Gremiums empfohlen.
  • Die bisherigen Grenzen zwischen traditionellen Industrien verblassen zunehmend aufgrund des übersektoralen Charakters der Bioökonomie.
  • Die Definition von Langzeit-Zielen ist notwendig, um regulatorische Prozesse zu beschleunigen und regulatorische Hemmnisse zu reduzieren.
  • Die österreichische Wirtschaft wird von den Synergieeffekten zwischen Energiewende, Bioökonomie und Industrie 4.0 in Übereinstimmung mit bestehenden Strategien und Politikmaßnahmen profitieren.
  • Die Regionalisierung der Bioökonomie wird zunehmende Wertschöpfung nicht nur in Städten, sondern insbesondere in ländlichen Regionen ermöglichen.
  • Die Koordinierung der verschiedenen regionalen Strategien ist eine Voraussetzung für das Gelingen der bioökonomischen Transformation, wobei regionale Unterschiede und Gegebenheiten berücksichtigt werden müssen.
  • Bioökonomie wird die Vision einer nachhaltigen zukünftigen Entwicklung unterstützen und alle Dimensionen der Nachhaltigkeit inklusive ökologischer und sozialer Aspekte einbeziehen.
  • Diese Transformation wird maßgeblich unterstützt durch Innovationen, ökologische, technologische sowie wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Forschung.

 

Umfassende nationale Ansätze, strategische Investments und die Schaffung von neuen Public-Private-Partnerships sind notwendig, um die Trendwende von einer fossil-basierten Wirtschaft zu einer erneuerbaren, nachhaltigen Bioökonomie zu schaffen.