{"id":9791,"date":"2025-11-13T15:52:42","date_gmt":"2025-11-13T14:52:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bioeconomy-austria.at\/?p=9791"},"modified":"2025-11-24T09:17:01","modified_gmt":"2025-11-24T08:17:01","slug":"bioeconomy-austria-summit-2025-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bioeconomy-austria.at\/en\/2025\/11\/13\/bioeconomy-austria-summit-2025-2\/","title":{"rendered":"Bioeconomy Austria Summit 2025"},"content":{"rendered":"<p>Unter dem Motto <strong>\u201eWettbewerbsf\u00e4higkeit. Resilienz. Klima.\u201c<\/strong> hat der Bioeconomy Austria Summit am 12. November 2025 eindrucksvoll gezeigt, welche Innovationskraft in der \u00f6sterreichischen Bio\u00f6konomie steckt \u2013 und dass Bioeconomy Austria als zentrale Plattform in diesem Feld fest positioniert ist. F\u00fchrende Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Regionen pr\u00e4sentierten ihre L\u00f6sungen f\u00fcr eine biobasierte Wirtschaft, die Klimaschutz, Wertsch\u00f6pfung und Versorgungssicherheit zusammenf\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.bioeconomy-austria.at\/wp-content\/uploads\/20251021_Produktatlas_Bioeconomy-Austria-Summit.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">23 Aussteller:innen machten Bio\u00f6konomie erlebbar<\/a><\/strong>: Start-ups, Leitbetriebe und Forschungseinrichtungen zeigten neue Materialien, kaskadische Nutzungskonzepte und biobasierte Produkte, die Ressourcen schonen, regionale Kreisl\u00e4ufe st\u00e4rken und \u00d6sterreich unabh\u00e4ngiger von fossilen Importen machen. Die Zahlen unterstreichen die Dimension: Die Bio\u00f6konomie tr\u00e4gt bereits heute rund <strong>acht Prozent<\/strong> zum \u00f6sterreichischen BIP bei, erwirtschaftet mit <strong>\u00fcber 35.000 Unternehmen<\/strong> und mehr als <strong>400.000 Besch\u00e4ftigten<\/strong> einen Jahresumsatz von rund <strong>180 Milliarden Euro<\/strong> \u2013 und liegt damit auf Augenh\u00f6he mit der heimischen Autoindustrie, mit deutlichem Wachstumspotenzial entlang der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette. Auch europaweit ist die Bio\u00f6konomie ein zentraler Wachstumspfeiler mit einer Wertsch\u00f6pfung von \u00fcber <strong>800 Milliarden Euro<\/strong> j\u00e4hrlich.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Bio\u00f6konomie als Wirtschaftsstrategie: Pionierin Papierindustrie<\/h3>\n\n\n\n<p>In ihrem Vortrag zeichnete <strong>Sigrid Eckhardt<\/strong> von <a href=\"https:\/\/www.bioeconomy-austria.at\/netzwerkpartner\/austropapier\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.bioeconomy-austria.at\/netzwerkpartner\/austropapier\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Austropapier<\/strong><\/a> ein klares Bild der Bio\u00f6konomie als <strong>Zukunftsstrategie<\/strong>, die \u00f6kologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Ziele gleicherma\u00dfen adressiert. Bio\u00f6konomie bedeute die nachhaltige Nutzung biologischer und biobasierter Ressourcen, um fossile Rohstoffe zu ersetzen, Kohlenstoffkreisl\u00e4ufe zu schlie\u00dfen und Klima- sowie Umweltziele zu erreichen und sei damit eine Antwort auf Klimakrise, geopolitische Unsicherheiten und verletzliche Lieferketten. Eckhardt zeigte am Beispiel der Papierindustrie, wie <strong>Wachstum und Klimaschutz keine Gegens\u00e4tze, sondern Verb\u00fcndete<\/strong> sind: Holz und Altpapier dienen als biobasierte Rohstoffe, Fasern werden bis zu 25 Mal wiederverwendet, knapp 70 Prozent der eingesetzten Energie stammen bereits aus erneuerbaren Quellen und der Abfallanteil liegt unter einem Prozent. In einem Bioraffinerie-Ansatz nutzt die Branche Nebenprodukte wie Hemizellulose und Lignin f\u00fcr Zucker, Biokraftstoffe oder perspektivisch innovative Anwendungen wie Lignin-basierte Batterien. Gleichzeitig bekannte sich die Industrie zu ambitionierten Klimazielen \u2013 minus 43,5 Prozent fossile Emissionen bis 2030 und langfristige Klimaneutralit\u00e4t \u2013 und machte deutlich, dass technologische, regulatorische und energiepolitische Rahmenbedingungen entscheidend daf\u00fcr sind, ob dieses Potenzial gehoben werden kann.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Europ\u00e4ische Bio\u00f6konomie im globalen Wettbewerb<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Cornelia Frentz<\/strong>, Director Governance and Sustainable Investing beim <strong>European Circular Bioeconomy Fund (<a href=\"https:\/\/www.ecbf.vc\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">ECEF<\/a>)<\/strong>, r\u00fcckte die Bio\u00f6konomie in einen europ\u00e4ischen und globalen Kontext. Der von der Europ\u00e4ischen Kommission initiierte Fonds schlie\u00dft eine Finanzierungsl\u00fccke, indem er Wachstumsunternehmen der zirkul\u00e4ren Bio\u00f6konomie in der EU und weiteren Horizon-L\u00e4ndern mit bis zu 22 Millionen Euro unterst\u00fctzt. Frentz machte deutlich, dass Europa mit einer Bio\u00f6konomie-Wertsch\u00f6pfung von \u00fcber 800 Milliarden Euro und rund 17 Millionen Arbeitspl\u00e4tzen zwar stark aufgestellt ist, sich aber in einem intensiven Wettbewerb mit den USA und China befindet: W\u00e4hrend die USA mit hoher Geschwindigkeit und einer gezielten politischen Agenda vorangehen und China im Rahmen seines F\u00fcnfjahresplans die Biotechnologie zur strategischen Schl\u00fcsselindustrie macht, k\u00e4mpft Europa mit komplexer Regulierung und zu langsamer Skalierung. Vor diesem Hintergrund pl\u00e4dierte Frentz f\u00fcr eine <strong>strategische Erneuerung der EU-Bio\u00f6konomiestrategie<\/strong>, eine bessere Verzahnung von Politik, Kapital und Innovation sowie eine deutlich h\u00f6here Umsetzungs- und Markteinf\u00fchrungs-Geschwindigkeit. Die Rolle des ECEF sieht sie dabei als langfristig zentral und sprach sich daf\u00fcr aus, den Fonds \u00fcber die aktuelle Investitionsperiode hinaus fortzuf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.bioeconomy-austria.at\/wp-content\/uploads\/BAS25_Cornelia-Frentz.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Pr\u00e4sentation Frentz<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Bio\u00f6konomie brau<\/strong>c<strong>ht Bioenergie<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Christoph Pfemeter<\/strong>, Pr\u00e4sident von Bioenergy Europe und Gesch\u00e4ftsf\u00fcherer des <strong><a href=\"https:\/\/www.bioeconomy-austria.at\/netzwerkpartner\/oesterreichischer-biomasse-verband\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u00d6sterreichischen Biomasse-Verbandes<\/a><\/strong>, stellte klar: Eine erfolgreiche Bio\u00f6konomie ist ohne <strong>Bioenergie<\/strong> nicht zu denken. Vor dem Hintergrund weiter wachsender globaler M\u00e4rkte f\u00fcr Kohle, \u00d6l und Gas und der absehbaren Notwendigkeit <strong>negativer Emissionen<\/strong> argumentierte er, dass die Landnutzung zum entscheidenden Hebel f\u00fcr Klimaneutralit\u00e4t wird. \u00d6sterreich sei hier in einer starken Position: Nur rund sieben Prozent der nat\u00fcrlichen Photosyntheseleistungen werden derzeit genutzt, gleichzeitig gilt der Standort als hocheffizient, importiert Rohbiomasse und exportiert veredelte Produkte. Pfemeter zeigte, dass Bioenergie je nach Effizienzma\u00dfnahmen <strong>30 bis 50 Prozent<\/strong> des heimischen Energiebedarfs decken k\u00f6nnte und dabei besonders hohe Substitutionseffekte erzielt: Werden energetische, konstruktive (z. B. Holzbau) und stoffliche Effekte kombiniert, kann eine Tonne biogener Kohlenstoff mehr als eine Tonne an positiven Klimaeffekten bewirken. \u00d6konomisch sei Bioenergie ein \u201e<strong>Wirtschaftswunder<\/strong>\u201c, da ein Gro\u00dfteil der Projektkosten in regionale Arbeit flie\u00dfe und die CO\u2082-Vermeidungskosten deutlich unter jenen vieler technischer CO\u2082-Entnahmeverfahren liegen. Gleichzeitig zeigte er Handlungsbedarf: von der <strong>europ\u00e4ischen Anerkennung nationaler Forstrechte<\/strong> und dem <strong>Abbau b\u00fcrokratischer H\u00fcrden<\/strong> in Regelwerken wie der EUDR, der Erneuerbare-Energien-Richtlinie und verwandten EU-Rechtsakten \u00fcber ein aktives Waldmanagement zur Klimaanpassung bis hin zu L\u00f6sungen f\u00fcr hunderttausende fossile Heizsysteme in Haushalten.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.bioeconomy-austria.at\/wp-content\/uploads\/BAS25_Christoph-Pfemeter.pdf\">Pr\u00e4sentation Pfemeter<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Vom Papierwerk zur Bioraffinerie: Industrie im Wandel<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Leiter der F&amp;E-Abteilung, <strong>Christian Hutterer<\/strong> pr\u00e4sentierte die Transformation seines Unternehmens<a href=\"https:\/\/www.bioeconomy-austria.at\/netzwerkpartner\/austrocel-hallein-gmbh\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.bioeconomy-austria.at\/netzwerkpartner\/austrocel-hallein-gmbh\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> <strong>AustroCel Hallein<\/strong><\/a> als Beispiel f\u00fcr den mutigen Wandel von einem traditionellen Papierhersteller hin zu einer modernen <strong>Bioraffinerie<\/strong>. Ausgangspunkt war ein global hart umk\u00e4mpfter Papiermarkt mit starkem Preisdruck, der das Unternehmen dazu zwang, seine Strategie grundlegend zu \u00fcberdenken. Heute setzt AustroCel Hallein auf Zellstoffproduktion, basierend auf nachwachsenden Rohstoffen \u2013 vor allem der Fichte \u2013 und nutzt dabei im gro\u00dfen Stil Reststoffe, die fr\u00fcher als Abfall galten. Ziel ist die <strong>100-prozentige Nutzung aller Holzinhaltsstoffe<\/strong> in einem kaskadischen System: Vor der energetischen Verwertung stehen m\u00f6glichst viele stoffliche Anwendungen. Aus einer urspr\u00fcnglichen Produktlinie sind so mehr als 80 spezielle Produkte entstanden, die in Bauwesen, Lebensmittel- und Hygienebranche eingesetzt werden. Ein Schwerpunkt liegt auf der Umwandlung von Hemizellulose zu rund 20.000 Tonnen Bioethanol pro Jahr, was bereits etwa ein Prozent des \u00f6sterreichischen Benzinverbrauchs ersetzen kann und deutliche CO\u2082-Einsparungen erm\u00f6glicht. Erg\u00e4nzend wurde ein vollst\u00e4ndig biologischer Bodenhilfsstoff namens Retentis entwickelt, der den Wasserbedarf in der Landwirtschaft um bis zu 40 Prozent senken kann und so zur Klimaanpassung beitr\u00e4gt. Hutterer betonte, dass das Unternehmen praktisch unabh\u00e4ngig von fossilen Energietr\u00e4gern arbeitet und eine nahezu vollst\u00e4ndige CO\u2082-Massenbilanz vorweisen kann, zugleich aber mit komplexen Regulierungen ringt, wenn es darum geht, Nebenstr\u00f6me rechtlich nicht als Abfall, sondern als hochwertige Kaskadenprodukte zu nutzen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.bioeconomy-austria.at\/wp-content\/uploads\/04_Hutterer.pdf\">Pr\u00e4sentation Hutterer<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Strukturwandel im Rheinischen Revier: Bio\u00f6konomie statt Braunkohle<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Christian Klar<\/strong>,  Leiter <a href=\"https:\/\/www.biooekonomierevier.de\/start\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.biooekonomierevier.de\/start\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Koordinierungsstelle Bio\u00f6konomieREVIER<\/a> in Nordrhein-Westfalen, schilderte den tiefgreifenden Strukturwandel im <strong>Rheinischen Revier<\/strong>, das durch die politisch beschlossene Beendigung der Braunkohlef\u00f6rderung bis 2030 vor einem massiven Umbruch steht. Mit dem Wegfall des dominierenden Gesch\u00e4ftsmodells sind unmittelbar rund 20.000 Arbeitspl\u00e4tze und indirekt bis zu 50.000 weitere Stellen betroffen. Dennoch sei die Region alles andere als strukturschwach: Sie verf\u00fcge \u00fcber exzellente Hochschulen, eine starke Landwirtschaft sowie etablierte Branchen wie Papier-, Chemie- und Textilindustrie. Das <strong><a href=\"https:\/\/www.fz-juelich.de\/de\">Forschu<\/a><a href=\"https:\/\/www.fz-juelich.de\/de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">n<\/a><a href=\"https:\/\/www.fz-juelich.de\/de\">gszentrum J\u00fclich<\/a><\/strong> habe diesen Ausgangspunkt genutzt, um in einem Bottom-up-Prozess gemeinsam mit regionalen Akteur:innen <strong>Bio\u00f6konomie als Leitbild<\/strong> des Strukturwandels zu verankern. Im Zentrum stehen die Nutzung von Agrar\u00fcberschussstr\u00f6men, organischen Abw\u00e4ssern, CO\u2082-Quellen und Lebensmittelresten, um auf Regionsskala eine kreislauforientierte, rohstoffbasierte Bio\u00f6konomie aufzubauen. Christian Klar betonte, dass Transformation aktive Gestaltung braucht: Netzwerke \u00fcber Sektorengrenzen hinweg, starke Treiber in Wissenschaft, Unternehmen und Kommunen sowie eine gezielte Nutzung der bereitgestellten 15 Milliarden Euro Kompensationsmittel. Projekte wie der <strong><a href=\"https:\/\/www.biooekonomierevier.de\/Gruener-Strom-vom-Agri-Food-Energy-Park-in-Buergewald\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Agri-Energy Park in Merzenich<\/a><\/strong>, der auf einer ehemaligen Tagebaufl\u00e4che entsteht, zeigen, wie neue Wertsch\u00f6pfung durch die Verbindung von Forschung, Start-ups und kommunaler Entwicklung geschaffen werden kann. Vorausgesetzt, \u00f6ffentliche Gelder werden so eingesetzt, dass sie privates Kapital anreizen statt verdr\u00e4ngen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Intelligente Materialien und Forschung als Treiber der Bio\u00f6konomie<\/h3>\n\n\n\n<p>Am <a href=\"https:\/\/boku.ac.at\/nwnr\/chnr\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Institut f\u00fcr Chemie nachwachsender Rohstoffe<\/a> der BOKU University forscht <strong>Marco Beaumont<\/strong>. Er r\u00fcckte die Rolle der Forschung in den Mittelpunkt des Wandels von der petrochemischen zu einer biobasierten Wirtschaft. Im Zentrum seiner Ausf\u00fchrungen standen <strong>intelligente Materialien<\/strong>, die so gestaltet sind, dass sie gezielt abbaubar, wiederverwendbar oder recycelbar sind und dennoch die funktionalen Anforderungen moderner Anwendungen erf\u00fcllen. Beaumont unterschied zwei Wege der Defossilisierung: die Substitution fossiler Rohstoffe durch biobasierte Alternativen bei gleichbleibender Produktfunktion und einen zweiten, radikaleren Ansatz, der direkt bei komplexen Naturverbundwerkstoffen ansetzt und neue Materialien \u201eaus der Biomasse heraus\u201c denkt. Das Institut arbeitet daf\u00fcr mit rund 50 Mitarbeitenden an der Schnittstelle zwischen Grundlagenforschung, Industriekooperationen und analytischer Methodenentwicklung. Angesichts der hohen Komplexit\u00e4t von Biomasse sei der Aufbau schneller, reproduzierbarer Analysemethoden entscheidend, um Rohstoffe und Prozesse kontrollierbar zu machen. Besonderes Augenmerk legte Beaumont auf die <strong>kaskadische Nutzung<\/strong> lokaler Biomasse und Reststr\u00f6me \u2013 von Agrarreststoffen \u00fcber Nebenprodukte der Insektenzucht bis hin zu neuen Celluloseformen, die sich zu Kunststoffen weiterverarbeiten l\u00e4sst. Gro\u00dfprojekte sollen zeigen, wie diese Ans\u00e4tze in industrielle Anwendungen \u00fcberf\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Um diesen Transfer zu beschleunigen, brauche es neben der Nachwuchsf\u00f6rderung vor allem bessere F\u00f6rderbedingungen und eine noch engere Zusammenarbeit mit Unternehmen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link wp-element-button\" href=\"mailto:marco.beaumont@boku.ac.at?subject=Anfrage%20Pr%C3%A4sentation%20Bioeconomy%20Austria%20Summit\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Pr\u00e4sentation Beaumont anfragen<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gemeinsamer Netzwerkabend mit FHP und Bundesminister Totschnig<\/h3>\n\n\n\n<p>Das <strong>FHP &amp; Bioeconomy Austria Netzwerktreffen<\/strong> markierte den Ausklang eines gelungenen Summit-Tages mit vielen Synergieeffekten. Wir bedanken uns f\u00fcr die gute Zusammenarbeit mit der <a href=\"https:\/\/www.bioeconomy-austria.at\/netzwerkpartner\/fhp-kooperationsplattform-forst-holz-papier\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Kooperationsplattform Forst Holz Papier<\/a>, gratulieren <strong>Konrad Mylius<\/strong> herzlich zu seiner neuen Funktion als FHP-Vorsitzender und danken seinem Vorg\u00e4nger <strong>Erich Wiesner<\/strong> f\u00fcr die langj\u00e4hrige Kooperation. Besonders positiv war das klare Bekenntnis von <strong>Bundesminister f\u00fcr Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft<\/strong> <strong>Norbert Totschnig<\/strong>, der die Bio\u00f6konomie als zentralen Baustein f\u00fcr eine zukunftsf\u00e4hige, regionale Wertsch\u00f6pfung und eine starke, klimafitte Land- und Forstwirtschaft in \u00d6sterreich hervorgehoben hat.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Bioeconomy Austria als Drehscheibe der biobasierten Wirtschaft<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Summit machte deutlich, dass \u00d6sterreich im Bereich Bio\u00f6konomie international <strong>auf Augenh\u00f6he<\/strong> agiert und dass die Herausforderungen der kommenden Jahre nur im Schulterschluss von Wirtschaft, Forschung, Politik und Regionen bew\u00e4ltigt werden k\u00f6nnen. Als zentrale Plattform vernetzt <strong>Bioeconomy Austria<\/strong> diese Akteur:innen und unterst\u00fctzt sie dabei, Innovationen schneller in die Anwendung zu bringen, Wissen zu teilen und gemeinsam L\u00f6sungen f\u00fcr eine resiliente, klimafitte Wirtschaft zu entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit den gezeigten Best-Practice-Beispielen, den konkreten Investitions- und Transformationspfaden sowie der klaren Botschaft, dass Bio\u00f6konomie ein <strong>Wirtschaftsmotor mit Zukunft<\/strong> ist, hat der Bioeconomy Austria Summit 2025 ein starkes Signal gesetzt. Er markiert den Ausgangspunkt f\u00fcr weitere gemeinsame Schritte in Richtung einer biobasierten, \u00f6kosozialen Wirtschaftsordnung.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:100%\">\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.bioeconomy-austria.at\/wp-content\/uploads\/20251021_Produktatlas_Bioeconomy-Austria-Summit.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Produktatlas<\/a><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.apa-fotoservice.at\/galerie\/Mzk0MDZ8NDRjY2ZlMzk3ZWNiNzhhOGRjMDlkNmU1MjRjMTMyMmQ=\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Fotos<\/a><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.ots.at\/presseaussendung\/OTS_20251113_OTS0048\/oesterreichs-biooekonomie-auf-augenhoehe-mit-der-autoindustrie\">Presseaussendung<\/a><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link wp-element-button\" href=\"https:\/\/911eaddb.sibforms.com\/serve\/MUIFAIEjVrR1MRiK0IORVk2k0pLUNFvq5F2K8GDdqnV9tlVSGTXr6hp06WLnIYN_EdLo7izWdDBhJN2EKtP3A8mhKgCdsSRu631n2E__z-LvvpWPWawrFHGosRIbgpPTEJLdJfJK2cYfmdT0azvRvnOungVicSj7msNKf8ysm8x-uzDH-tKMVJSkGPjmTUVvE9jtftNDP-N9UNYd\">Netzwerk beitreten<\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[:de]Bio\u00f6konomie ist der Wirtschaftsmotor der Zukunft[:]<\/p>\n<div class=\"bea_cf bea_cf_img_excerpt\">\u00a9APA-Fotoservice\/H\u00f6rmandinger<\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":9792,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[10],"tags":[],"class_list":["post-9791","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-projekt"],"acf":{"gelbes_kasterl":""},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bioeconomy-austria.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9791","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bioeconomy-austria.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bioeconomy-austria.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bioeconomy-austria.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bioeconomy-austria.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9791"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.bioeconomy-austria.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9791\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9903,"href":"https:\/\/www.bioeconomy-austria.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9791\/revisions\/9903"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bioeconomy-austria.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9792"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bioeconomy-austria.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9791"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bioeconomy-austria.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9791"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bioeconomy-austria.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9791"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}