{"id":5357,"date":"2023-10-31T07:05:00","date_gmt":"2023-10-31T06:05:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bioeconomy-austria.at\/?p=5357"},"modified":"2023-12-21T07:06:50","modified_gmt":"2023-12-21T06:06:50","slug":"clusterpartner-forum-biooekonomie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bioeconomy-austria.at\/en\/2023\/10\/31\/clusterpartner-forum-biooekonomie\/","title":{"rendered":"Clusterpartner-Forum Bio\u00f6konomie"},"content":{"rendered":"<p>Unser Hub in der Steiermark stellte im Oktober 2023 die unterschiedlichen Fassetten der Bio\u00f6konomie ins Zentrum des vierten Clusterpartner-Forums in Vasoldsberg und diskutierten gemeinsam mit Partner:innen \u00fcber die Bedeutung im eigenen Betrieb und der Notwendigkeit sich damit auseinander zu setzen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Warum wir uns mit Bio\u00f6konomie besch\u00e4ftigen m\u00fcssen<\/h4>\n\n\n\n<p>Die Bio\u00f6konomie verfolgt das Ziel, fossile durch nachwachsende Ressourcen zu ersetzen. Durch die reine Substitution von Produkten aus fossilen Rohstoffen durch Holz wird sich an den Umweltauswirkungen allerdings nicht viel \u00e4ndern. Unser Keynote Speaker des Nachmittags Prof. Tobias Stern von der Universit\u00e4t Graz stellt klar: \u201eDie kaskadische Nutzung von Holzprodukten ist nicht neu. Wir stehen bei Holz derzeit bei einem Kreislaufwirtschafts-Faktor von 1,6 &#8211; hier w\u00e4re durchaus noch Potenzial vorhanden, wenn versucht wird, die Kreislaufnutzung weiter auszubauen. Der zweite Wald, den wir in St\u00e4dten errichten, k\u00f6nnte in Zukunft eine interessantere Ressource sein als der nat\u00fcrliche Wald selbst.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Eng gefasst, soll in einer Bio\u00f6konomie alles aus biogenen Rohstoffen gefertigt werden. Das wird so per se nicht m\u00f6glich sein. Was m\u00f6glich ist, ist zus\u00e4tzliche Wertsch\u00f6pfung durch neue Produkte aus erneuerbaren Rohstoffen zu generieren und damit die Wertsch\u00f6pfung zu erh\u00f6hen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Green Deal: Finanzsektor als Enabler f\u00fcr Nachhaltigkeitsstrategie \/ Raiffeisen Landesbank<\/h4>\n\n\n\n<p>Der European Green Deal bringt mit sich, dass dem Bankensektor eine wesentliche Rolle im \u00dcbergang zu einer nachhaltigeren Wirtschaft zugewiesen wird. Unter dem Titel \u201eSustainable Finance\u201c werden unternehmerische Investitionen mit gr\u00fcnen und nachhaltigen Zielen forciert und gezielt gef\u00f6rdert. Was bedeuten diese Gesetzes\u00e4nderungen f\u00fcr Gro\u00dfunternehmen? Wie k\u00f6nnen sich KMU\u2019s auf die neuen Regulatorien vorbereiten? Am Tisch wurden gemeinsam mit Helmut Fink-Neub\u00f6ck von der Raiffeisen Landesbank Steiermark die Chancen und Auswirkungen von Green Financing diskutiert. Seitens der Finanzsicht wurde von Beginn an klar, dass in Zukunft nachhaltige Produktl\u00f6sungen, Gesch\u00e4ftsmodelle und Investments einen Vorteil bei den Konditionen der Banken bringen werden. In der Diskussion zeigte sich aber auch, dass die Regulatorien rund um Taxonomie, ESG und Co noch viel Interpretationsspielraum aufweisen. Abschlie\u00dfend kamen die Teilnehmer:innen zum Schluss, dass es wichtig ist, sich schon jetzt proaktiv mit dem Thema auseinanderzusetzen, um damit als Unternehmen in der aktiven Rolle zu sein und nicht hinterher zu hinken -denn am Markt kann daraus eine Chance f\u00fcr die Branche entstehen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Eco Design und Mehrfachnutzung<\/h4>\n\n\n\n<p>Der Umbruch von der linearen Wirtschaftslogik hin zur Kreislaufwirtschaft fordert ein Umdenken in der Ressourcennutzung. Welche \u00dcberlegungen und Ma\u00dfnahmen m\u00fcssen heute gesetzt werden, damit am Ende des Lebenszyklus eines Hauses oder Produktes eine Wiederverwendung der Materialen realisierbar ist?<\/p>\n\n\n\n<p>Eines wurde bei den Diskussionen schnell klar: Das Um und Auf f\u00fcr eine m\u00f6gliche Wiederverwendung ist die durchg\u00e4ngige Dokumentation und das in der Planung bereits die R\u00fcckbaubarkeit mitgedacht wird. Die Identit\u00e4t der Materialien muss bekannt sein, denn ohne dieses Wissen verlieren die Materialien ihren Wert. Commod Haus, vertreten durch Gerald Brencic, bietet diesen notwendigen digitalen Zwilling ihren Kunden bereits an, sodass das Wissen erhalten bleibt. Die Diskussionsteilnehmer:innen sind sich dar\u00fcber einig, dass die Produzenten in dem Prozess eingebunden werden m\u00fcssen, um eine Datenweitergabe zu erm\u00f6glichen. Die Wiederverwendung und R\u00fcckgabe muss sich lohnen bzw. durch Regulative in Form eines Wiederverwendungsgebotes gegeben werden. Eine H\u00fcrde in dem Bereich sind die derzeit externalisierten Kosten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Verl\u00e4ngerung der Lebensdauer der Produkte steht an oberster Stelle. Im Idealfall sollten die Bauteile \u00fcber mehrere Nutzungszyklen im selben Einsatzzweck erhalten bleiben. Im Bezug auf die anfallenden Altholzmengen aus dem Baubereich gibt es hier die gro\u00dfe regulative L\u00fccke, da Holz nicht als Wertstoff, sondern als St\u00f6rstoff definiert ist und ins Abfallwirtschaftsgesetz f\u00e4llt. Das Projekt TimberLoop der HFA unter Mitwirkung von Thomas Romm und dem Baukarussell besch\u00e4ftigt sich intensiv mit dem Thema und deckt diese Probleme auf.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Lebenszyklusanalysen&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p>\u00d6kobilanzierungen dienen nicht dem Greenwashing, sondern der Erhebung fundierter Daten und geben R\u00fcckschl\u00fcsse auf die Effizienz und Nachhaltigkeit der eigenen Prozesse und Abl\u00e4ufe. Stephan Mair, STRATECO und Tobias Stern, Universit\u00e4t Graz, stellten klar, warum es gerade f\u00fcr Unternehmen \u00e4u\u00dferst wichtig ist, neben Systemgrenzen auch Schnittstellen zu definieren. So kann neben einem erleichterten Datenfluss vor allem auch Datentransparenz gew\u00e4hrleisten werden. Um falschen Erwartungen zu entgegnen, sollten die Systemgrenzen auch klar kommuniziert werden, dies wird in der Betrachtung zu Beginn oft vernachl\u00e4ssigt. Rahmenbedingungen haben einen gro\u00dfen Einfluss auf die Thematik der Lebenszyklusanalysen, weswegen die Umsetzung und Implementierung eine Push-Pull Betrachtung erfordert. Es ist \u00fcberaus wichtig, Hot Spots zu definieren, wo am meisten Potenzial zur Einsparung vorhanden ist. Der Datenaustausch in der Wertsch\u00f6pfungskette ist dabei als einer der Schl\u00fcssel anzusehen, um zu einer effizienten und wirkungsvollen Abwicklung einer Lebenszyklusanalysen beizutragen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Zertifiziert vom Wald bis zum Produkt \/ PEFC &amp; KAPO<\/h4>\n\n\n\n<p>Dienen Zertifizierungen dem eigenen guten Gewissen oder bringen sie einen wirklichen Marktvorteil? Welcher Aufwand steckt dahinter und was sind die gro\u00dfen Vorteile, die die Unternehmen daraus gegen\u00fcber ihrer Konkurrenz n\u00fctzen k\u00f6nnen? Ein \u201efirst mover\u201c der Umweltzertifizierung in seiner Sparte traf auf ein Produkt-Zertifizierungssystem vom Wald bis in die Industrie, dabei wurde klar, so breitgef\u00e4chert, wie das Angebot an Zertifizierungen ist, so breit sind auch die Meinungen zu diesem Thema. Bei den Diskussionsrunden erkl\u00e4rten Stefan Polzhofer von KAPO und Gerhard Pichler von PEFC gemeinsam mit einigen unserer Partnerfirmen, warum sie sich bewusst f\u00fcr eine Art der Zertifizierung entschieden haben, und konnten so auch Unternehmer:innen abholen, die sich mit diesem Thema in ihrem Alltagsgesch\u00e4ft bisher nicht besch\u00e4ftigten.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.bioeconomy-austria.at\/das-netzwerk\/regional-vernetzen\/\">Kontatkieren<\/a><\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[:de]Holzcluster Steiermark: Chancen durch nachhaltige Konzepte erkennen und Prozesse gestalten[:]<\/p>\n<div class=\"bea_cf bea_cf_img_excerpt\">\u00a9 Christof H\u00fctter Fotografie<\/div>\n<div class=\"bea_cf bea_cf_subtitle\">Holzcluster Steiermark: Chancen durch nachhaltige Konzepte erkennen und Prozesse gestalten<\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":5358,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[10,20],"tags":[],"class_list":["post-5357","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-projekt","category-hc-steiermark"],"acf":{"gelbes_kasterl":""},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bioeconomy-austria.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5357","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bioeconomy-austria.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bioeconomy-austria.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bioeconomy-austria.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bioeconomy-austria.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5357"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.bioeconomy-austria.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5357\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5364,"href":"https:\/\/www.bioeconomy-austria.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5357\/revisions\/5364"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bioeconomy-austria.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5358"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bioeconomy-austria.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5357"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bioeconomy-austria.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5357"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bioeconomy-austria.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5357"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}